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Arbeit und Soziales

Arbeit und Soziales

 

1) Der Fachkräftemangel

 

Kennen Sie auch das Problem vom Fachkräftemangel in unserem Land?

Auf der Internetseite der Bundesregierung kann man lesen, dass die Bundesregierung fleißig daran arbeitet, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben:

 

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/10/2012-10-31-pilotprojekt-made-it-in-germany.html;jsessionid=119EAACA8E5A4032DCD343AFEA7E30C5.s4t1

 

Im Vorspann heißt es:

 

Fachkräfte-Offensive

 

Deutschland – ein guter Platz für Fachkräfte

 

„Um Wachstum und Wohlstand in Deutschland zu sichern, brauchen wir auch qualifizierte Zuwanderung“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in Berlin beim Startschuss für neue Pilotprojekte in Indien, Indonesien und Vietnam. Sie sollen über Deutschland als attraktiven Arbeitgeber informieren.“

 

Klingt doch erst mal gut oder? – Allerdings fällt mir dabei eine Zahl ein, nicht ganz aktuell, sondern aus dem Jahr 2010 (da hatten wir ja nach den öffentlichen Verlautbarungen auch schon Fachkräftemangel):

 

141.000

 

141.000 – das ist die Zahl der Bundesbürger, die im Jahr 2010 unser Land verlassen haben – überwiegend Menschen mit guten beruflichen Qualifikationen und überwiegend Menschen, die im eigenen Land keine Zukunft sehen. Menschen, die sich in unserem Arbeitsleben auskennen und mit unseren Steuergeldern ausgebildet und gefördert wurden.

Die Zahlen über der Abwanderung aus den Vorjahren schwanken zwar etwas (2008 waren es sogar 161.105 Personen), aber in etwa verlassen durchschnittlich jedes Jahr Bundesbürger in dieser Größenordnung unser Land!

 

Und dabei ist doch Deutschland nach den Worten der Bundesregierung ein guter Platz für Fachkräfte!?

Wie kann das sein? Da passt doch was nicht! Warum wird die Abwanderung qualifizierter Bundesbürger nicht von der Bundesregierung thematisiert?

 

Ist es nur Fernweh, was diese Menschen treibt oder sind unserer Wirtschaft die im eigenen Land ausgebildeten Fachkräfte einfach zu teuer, so dass man auch auf diesem Ausbildungsniveau auf Billigkräfte aus dem Ausland zurückgreifen möchte?

 

Wenn Letzteres so sein sollte – hat die Bundesregierung auf diesem Feld die Rolle des Gestalters aufgegeben und agiert nur noch als Verwalter einseitiger Interessen?

 

 

Fragen, denen wir nachgehen sollten!

 

Nicht nur, um es einfach mal zu wissen, sondern um uns Gedanken darüber zu machen, wie wir diesen Trend stoppen können. Es ist doch ein Irrsinn, dass wir erst viel Geld in die Hand nehmen, um junge Menschen gut auszubilden, um sie dann aus unserer Gesellschaft fortziehen zu lassen und auf ihre Mitarbeit bei der Gestaltung unserer Zukunft zu verzichten!

 

Mit Ihrem Mandat werden wir hier den Dingen auf den Grund gehen und Wege finden, für Fachkräfte aus unserem Land Perspektiven zu schaffen, damit sie bleiben!

 

2) Gestaltung des Arbeitsmarktes durch gestalterische Eingriffe

 

Ein anderes Thema ist der Erhalt von Versorgungseinrichtungen in der öffentlichen Hand bzw. die Rückführung, soweit schon eine Privatisierung oder gar ein Verkauf staatlicher Unternehmen – wie Bahn und Post – stattgefunden hat.

 

Was hat das unter der Überschrift „Arbeit und Soziales“ zu suchen?

Eine ganze Menge!

 

Zunächst einmal müssen öffentliche Versorgungsleistungen erschwinglich sein – hier geht es um die Versorgung und nicht die Erwirtschaftung möglicher Gewinne, ganz gleich, ob es sich um Trinkwasser, Post oder Personenbeförderung handelt. Hier steht die Bundesrepublik Deutschland schon wegen des grundgesetzlich verankerten Sozialstaatsgebot in der Pflicht.

 

Auch eine gerecht bezahlte Arbeit trägt zur sozialen Sicherung der Menschen in unserem Lande bei.

 

Billiglöhne, Leiharbeit und andere negative Auswüchse auf unserem Arbeitsmarkt sind nicht nur die Folge unzureichender Gesetze. Sie werden auch dadurch hervorgerufen, weil der Staat durch die Aufgabe von Versorgungsbetrieben und „Outsourcing“ (klingt so schön nach Manager)  öffentlicher Dienstleistungen seine Rolle als einer der größten Arbeitgeber zurück gefahren und sich somit auch auf dem Arbeitsmarkt seiner Gestaltungsmöglichkeiten beraubt hat.

Als einer der größten Arbeitgeber hatte die Bundesrepublik Deutschland zusammen mit Ländern und Kommunen in der Vergangenheit sanfte Eingriffsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt und konnte so über das Prinzip „Angebot und Nachfrage“ das Verhalten anderer Arbeitgeber beeinflussen, ohne gleich mit neuen Gesetzen oder Verordnungen in den Arbeitsmarkt einzugreifen. Da will ich wieder hin!

(Anmerkung: bei vielen mittelständischen Betrieben war und ist das nicht nötig, weil man dort schon längst den Zusammenhang zwischen gerecht bezahlten und gut motivierten Arbeitnehmern und wirtschaftlichem Erfolg begriffen hat – deswegen will ich sie hier grundsätzlich aus der Betrachtung raus nehmen)

 

Die vorgegebenen Einsparungen der öffentlichen Hand zahlen wir übrigens dann aus anderen Töpfen, z.B. für sog. „Hartz4-Aufstocker“.

Gewonnen haben wir damit nichts – im Gegenteil, zu der nicht vorhandenen oder geringeren Ersparnis, als angenommen, „zahlen“ wir noch mit erheblichen gesellschaftlichen Verwerfungen, die langfristig geeignet sind, den sozialen Frieden in unserem Land zu gefährden!

 

Manche könnten jetzt auf die Idee kommen, die Rückführung von Versorgungseinrichtungen sei nicht mehr zeitgemäß und unsere Politik daher rückwärtsgewandt. Ich stelle mich diesem Einwand mal so:

 

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind und feststellen, dass Sie auf ihrer Route falsch abgebogen sind, macht es dann wirklich Sinn, einfach weiter zu fahren? Oder ist nicht die Umkehr zu dem Punkt, wo Sie wieder auf den Weg zu Ihrem Ziel kommen, die bessere Methode?

 

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich predige hier keinen Kommunismus oder trete gar für Planwirtschaft ein. Es geht hier ausschließlich um Versorgungseinrichtungen, die uns alle zugute kommen sollen. In anderen Wirtschaftszweigen hat der Staat grundsätzlich keine Aufgaben wahrzunehmen. Dies bleibt weiterhin der Privatwirtschaft vorbehalten.

Eine Aufgabenteilung, die sich über Jahrzehnte bewährt hat!

 

 

 

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